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BeitragVerfasst: Sa 27.Apr 2013 8:31 
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Tom Sharpe – Puppenmord oder Bis daß ihr Tod ihn scheidet

Taschenbuch, Ullstein Verlag, Frankfurt a.M./Berlin, 1990, 14.Auflage (Erstausgabe 1976 auf englisch), 286 Seiten
Genre: Humor
ISBN: 3-548-20202-0
Preis: 2,09€ (incl. Porto bei ebay), ca. 8,00 Euro (neu)


Henry Wilt, Mitte Dreißig, ist seit 10 Jahren Berufsschullehrer, besser gesagt Hilfslehrer für Allgemeinbildung an einer englischen Berufsschule. Sein Job ist eintönig, denn was wollen Gasinstallateure oder angehende Fleischer schon mit Literatur. Henry ist bieder und ohne wirkliche Chance auf beruflichen Aufstieg. Auch in seiner 12-jährigen Ehe mit der prallen, vollbusigen und sehr naiven Eva ist der Alltag trist. Seine Fluchtmöglichkeiten bestehen im Gassigehen mit dem Hund und Kneipenbesuchen. Er lässt alles irgendwie über sich ergehen, haut nicht mit der Faust auf den Tisch. Doch in Gedanken plant er den Mord an seiner Frau…
Zufällig wird er auf einer Party in eine sehr peinliche Situation gebracht, als er, unabsichtlich mit einer Gummipuppe verkeilt, erwischt wird. Mit der Puppe versucht er nun den Mord an seiner Frau zu trainieren. Daraus ergeben sich herrlich amüsante Komplikationen für ihn und sein Umfeld. Die Mordkommission ermittelt und erfährt ständig neue und groteske Überraschungen. Das Bild des grauen Mannes ändert sich auch dank der Menschen im persönlichen und öffentlichen Umfeld schlagartig… - Doch lest selbst…

Der 1928 geborene Autor Tom Sharpe hat hier etwas geschaffen, was man kaum treffend in einem Genre einordnen kann: Humoreske oder doch Krimi, Gesellschaftssatire, Provinzposse,… Das Buch ist in jedem Fall sehr witzig geschrieben. Es werden hochinteressante Charakterbilder gezeichnet von einer scheinreichen Nymphomanin, dem Inspektor, einem Alki-Pfarrer, Henrys Kollegen, Freunden u.a. und natürlich von Eva und Henry selbst. Die Sprache des Buches ist kurzweilig und konkret, teilweise sogar derb und vulgär, es wird kein „Feigenblatt“ in Dialogen und Charakterschilderungen vor den Mund genommen. Den Lektüretipp bekam ich von einem Kollegen und habe es daraufhin in einem Internetauktionshaus ersteigert. Für 2 Euro konnte man nichts falsch machen. Die knapp 300 Seiten lesen sich schnell weg…

Fazit: Ein Buch, was man durchaus gelesen haben sollte…


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