Untermhäuser Forum

Plaudereien im Dunstkreis von Untermhaus
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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Do 02.Jan 2014 17:21 
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nein, ich meinte ,dass die Schwarzarbeit die aus so mancher Entscheidung herrührt , dem Kleinunternehmer schadet, genau das habe ich doch hier durch. Sehr gut unterstützt von den Verantwortlichen. Schlussfolgerung: falsche Stadt, falsche Branche, daher hatte ich mich umorientiert und in den Beruf, den ich noch ausüben kann. Solange ergänzende Tagespflege außerhalb der Kita noch als billiger Pausenclown gehandelt wird und Eltern+Kärtchenheber denken, es wäre mit 1-3 euro richtig so ,man könne ja aufstocken (aber andersrum sehen sie es auch nicht ein :mrgreen: ) , wird es hier in der Richtung jedenfalls nichts, also bleibts bei Steuernehmern trotz Vollzeitjob (die meisten) und je mehr endlich einsehen, dass sie nichts als ein billiger Pausenclown sind, umso mehr muss wohl mal eine Lösung her, ich bin raus :lol: auch wenns schön war und ich es leider auch nicht mehr ausüben kann.
Man wundert sich über den angeblichen Fachkräftemangel, Ärztemangel (gut da greift kein Mindestlohn), doktert an den Symtomen rum, statt die Ursache zu bekämpfen. Man muss schon sehr viel Heimatgefühl haben, um sich das bieten zu lassen, was uns aufgrund des Arbeitsmarktes geboten wird. Also wandert schon mindestens die Jugend ab, die ein bisschen mehr auf sich hält und reale Chancen nach ihren Abschlüssen zu bekommen und gut zu verdienen. Hier wird Abi und mehr ja schon fast abgewertet, in dem man schon Abi erwartet, wo eine normale Fachkraft (mit Realschulabschluss) es ebenso packt. Eines Tages werden die Putzkräfte auch noch studieren müssen, oder? :wink:

Und dann sind wir auch beim Wettbewerb, dem man mit ordentlichen Löhnen nicht standhalten kann, also bleibt nur noch die Honorarlösung wie auch bsp.weise bei Dozenten. Die werden übrigens sicher weniger krank, weil sie wirklich um ihr Einkommen kämpfen müssen.

Die Gefahr bei einer Anstellung kennen wir ja, ist Flaute angesagt, wirds schwer, die Mitarbeiter zu bezahlen und zu halten, also Zeitarbeit. Wenn Zeitarbeit und auch andere Formen nicht missbraucht werden, ist es eine gute Lösung, auch mit dem bejubelten Mindestlohn, wenn auch mit etlichen Abstrichen (verschiedene Quali bald gleiches Geld? wie ich schon oben schrieb)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Do 02.Jan 2014 17:28 
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strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
Ja das geht natürlich, wenn man Titel hat oder andere höhere Abschlüsse und die Region, wo der Arbeitsmarkt anders aussieht
nein, das kann und sollte jeder machen, im grunde ist jedes aufrichtigen menschen pflicht das so zu tun, schließlich sollte sich ja jeder berufen fühlen allgemeingefährliche machenschaften zu verhindern.
strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
Entweder ich kann von dem Einkommen leben , ohne jegliche staatliche Stütze oder ich lasse es bleiben und gucke mich anderswo um.
sehr richtig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Do 02.Jan 2014 20:10 

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Lea hat geschrieben:
nurmalso hat geschrieben:
wenn man Vollzeit arbeiten muss und sich dann noch aufstockend von staatlichen Almosen und getafelten Abfällen ernährt.
wie oben gesagt, genau diese Leute sind doch daran schuld dass sowas noch immer funktioniert. Es gehören eben immer zwei Seiten dazu, Angebot und Nachfrage, solange es Leute gibt die für solche Löhne arbeiten gehen wollen wird sich nichts ändern.


Guten Morgen lieber Lea.
Menschen die sich dagegen wehren oder selbst aussteigen werden vom Sanktionscenter mit Hunger, Entzug der Krankenversicherung und Obdachlosigkeit wieder auf Linie gezwungen.

Gab es hier unter den geschätzten ehrbaren Bürgern im Forum nicht solche Assozialen, die sich gegen ein Sanktionverbot aussprachen.

Solange es Leute gibt wie die gibt wird sich nichts ändern,
sag ich nurmalso.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Do 02.Jan 2014 21:11 
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Lea hat geschrieben:
solange es Leute gibt die für solche Löhne arbeiten gehen wollen wird sich nichts ändern.

Ich traue Lea nicht zu, dass er das Wort wollen absichtlich eingefügt hat. Ein intelligenter Mensch wie er wird doch nicht glauben, dass die Leute für das Geld arbeiten wollen. Ihnen bleibt vielmehr nichts anderes übrig - wenn sie aus welchen Gründen auch immer nicht hier wegziehen möchten. Die Schweiz ist nicht jedermanns Traumland.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Sa 04.Jan 2014 16:57 
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Alter Schotte hat geschrieben:
Ihnen bleibt vielmehr nichts anderes übrig - wenn sie aus welchen Gründen auch immer nicht hier wegziehen möchten.
Man muß ja nicht weg, ich kenne auch Leute in Thüringen deren Arbeit die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht wird. Alles was ich sagen wollte ist, daß es jedem freisteht sich als Sklave zu verdingen oder sein Leben als aufrechter Mensch zu führen. Es macht doch keinen Sinn in einem Vollzeitjob seine Lebenszeit zu verschwenden wenn die Entlohnung nicht für den Lebensunterhalt reicht, denn dann kann und sollte man seine Zeit besser investieren. Jeder der dieses Spiel mitmacht unterstützt das System und ist mitverantwortlich dafür, daß sich sowas hält, und da ändern Wahlen, Mindestlohngesetze oder Politikergeschwätz überhaupt nichts dran. Es liegt einfach nur an den Leuten die sich darauf einlassen. Man kann z.B. jederzeit selbst etwas aufziehen, Ideen gibts wie Sand am Meer, und es muß nicht einmal viel kosten am Anfang. Alles ist besser als sich ohne Gegenleistung für andere totzumachen und damit das kranke System zu fördern, man hat ja schließlich Verantwortung sich selbst, seiner Familie und der Gesellschaft gegnüber.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Sa 04.Jan 2014 21:36 
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Lea hat geschrieben:
... man hat ja schließlich Verantwortung sich selbst, seiner Familie und der Gesellschaft gegnüber.


Eben.
Das Motto der Zeit heißt: "Finanziell flüssig bleiben".
Deshalb muß man eben auch mal Arbeiten annehmen,
die nicht unbedingt top bezahlt werden.
Eine untere Verdienstgrenze sollte aber dabei der Mindestlohn sein.

Deiner Meinung nach sollen alle verweigern, die nicht ihren Wunschlohn bekommen.
Es können aber nicht alle verweigern und sich in die H4-Matte legen,
denn ohne die durch Beschäftigte abgeführten AL-Beiträge
gibt es auch kein Arbeitslosengeld für die Lohnträumer.

Der Spatz in der Hand ist mehr wert, als die Taube auf dem Dach.

:roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Sa 04.Jan 2014 22:00 
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dann muss der Mindestlohn aber konsequent für allle gelten, ohne Ausnahme, auch bei "Aufwandsenschädigungen" vor allem bei haushaltsnahen Dienstleistungen, denn eigentlich gehört es, wie ich bereits brachte, auf den freien Markt statt in die Überregulierung und Abwertung durch die Stadt, welche ja die Schwarzarbeit blühen lässt.

Der Mindestlohn müsste auch gestaffelt sein nach Qualifikation und Berufserfahrung, sonst wäre es ungerecht. Da es nie klappen wird, bleibt der Mindestlohn Makulatur und eine faustdicke Lüge.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Sa 04.Jan 2014 22:19 
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Miez, was willst du nur immer staffeln?
Der Mindestlohn stellt die Untergrenze für nichtselbständigen Lohnerwerb dar.
Mehr darf gerne bezahlt werden durch den Arbeitgeber.
Da geht es nicht um Qualifikation.
Es geht um Werktätige, die 8 oder mehr Stunden täglich eine Arbeit verrichten,
aber weniger Netto-Einkommen haben, als ein H4-Drückeberger zur Verfügung hat.

In diesen Bereichen, wo Mindestlohn gezahlt werden soll, geht es nicht
um die Lorbeeren, die man irgendwann mal im Leben erworben hat
(Abitur, Studium usw.) oder um die Erfahrungen,
weil man mal dies und mal das gemacht hat
und auf denen man sich ausruhen möchte.

In diesen Bereichen geht es um abhängig Beschäftigte.
Es wird nur die ausgeführte Tätigkeit bezahlt.
Dort wird abgerechnet nach Stück, Quadratmeter, Kunde oder Arbeitsergebnis.
Leider sind die Reichen in diesem Land noch nicht bereit,
dafür den entsprechenden Gegenwert zu zahlen.

Mindestlohn verhindert, daß Arbeitgeber mit purer Absicht zu wenig Lohn bezahlen
und der Staat deshalb den Arbeitnehmer mit Zuschüssen unterstützen muß.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: So 05.Jan 2014 0:52 
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ich habe es oben schon beschrieben, warum konsequent und auch evtl mit Staffelung. Lies noch mal nach. Und du kennst den Arbeitsmarkt hier und da, da wird selten erhöht, obwohl es längst mal fällig wäre. Also hat man in manchen Gegenden das Gefühl , dass man wohl für nichts und wieder nichts auf den Schulbänken gesessen hat.

Und dann kämen diese albernen 1Eur-Jobs dazu, bestes Bsp. GVB . Wenn man diese Dienstleistung anbietet, sollte auch das ordentlich bezahlt werden. Das Angebot ist ja nicht übel. Aber man kennt die finanzielle Lage und dann könnten die sich das eigentlich auch nicht leisten. Man lässt lieber Hütten verkommen, um dies und jenes zu retten ,damit die Mitarbeiter einen guten Schlaf haben. Also gilt auch hier: bedingungslos den Mindestlohn, konsequent ohne Ausnahmen. Keine MAE mehr, dass man im Stadtrat hockt und sich mit Sitzungsgeld noch weiter hinzu"verdient". ist vielleicht eines, aber eine Interessenvertretung ist eigentlich Ehrenamt und von daher... und wenn schon,dann nach Leistung, dann überlegt man sich gut, ob man Schäden verhindern will. Wir sehen ja ,was hier los ist. Für jede Fehlentscheidung müsste jedem glatt einiges abgezogen werden. Sie können ja aufstocken :mrgreen: und beim Amt "sie müssen ihren Bedarf mindern" :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: So 05.Jan 2014 12:59 

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strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
Der Mindestlohn müsste auch gestaffelt sein nach Qualifikation und Berufserfahrung, sonst wäre es ungerecht.


Nein!
Teile und herrsche ist out.

Der Mindestlohn ist das Mindeste, was für das Hingeben der Arbeitskraft inkl. Lebenszeit an den Gebenden entrichtet werden muss.
Zahlungen über dieses Mindeste hinaus sind nach Qualifikation und Berufserfahrung zu leisten.

Grundsätzlich richtig sind Gedanken in Richtung bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe dieses Mindesten. Damit wird alle geleistete Arbeit - nicht nur Lohnarbeit sondern auch Hausarbeit, Pflege .... - gleichermaßen grundsätzlich monetär honoriert.
Ein Mehr ist immer möglich,
sage ich nurmalso.

PS: Ich erwarte eine Entschuldigung unter dem Beitrag hier: http://strubbelmiez.de/?p=2697 gegenüber den Aktiven von G26.
Siehe Eingangsbeitrag,
sag ich nurmalso


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: So 05.Jan 2014 23:22 
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nurmalso hat geschrieben:
Der Mindestlohn ist das Mindeste, was für das Hingeben der Arbeitskraft inkl. Lebenszeit an den Gebenden entrichtet werden muss.
Zahlungen über dieses Mindeste hinaus sind nach Qualifikation und Berufserfahrung zu leisten.

Da gibt es mindestens zwei Ansätze.

  1. Man verlangt ein BGE in einer Höhe, wie man es gerne hätte.
  2. Man verlange ein BGE in einer Höhe, in der es
    - wirtschaftlich vertretbar ist,
    - dafür sorgt, dass auch die Wirtschaft so weit funktioniert, dass für Läden wieder so viel Ware nachproduziert wird, wie für das ausgeschüttete Gesamteinkommen der Bevölkerung gekauft werden kann.


Pfiffikus,
der da eher für die 2. Variante plädiert


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: So 05.Jan 2014 23:36 
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pfffikus, mit Variante 1 meinst du sicher die mal umstrittenen 1500 Eur? Fand ich auch recht arg, zumal es den ähnlichen Effekt wie der Mindestlohn hätte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Mo 06.Jan 2014 10:09 
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Seit wann verdient man mit Mindestlohn 1.500 Euro? Mathe 6 - setzen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Mo 06.Jan 2014 10:23 
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Aschemännl hat geschrieben:
Deshalb muß man eben auch mal Arbeiten annehmen,
die nicht unbedingt top bezahlt werden.
Wenn man weiß wofür man es tut, ja. Investition in die Zukunft sozusagen. Aber nicht bei sich sparen um anderen damit die Taschen zu füllen.

Aschemännl hat geschrieben:
Deiner Meinung nach sollen alle verweigern, die nicht ihren Wunschlohn bekommen.
Das habe ich nirgends gesagt. Es geht auch nicht um den Wunschlohn sondern um die Wertschätzung der Arbeit und der Zeit. Es macht keinen Sinn einen Großteil seiner Lebenszeit für etwas zu verschwenden das einen am Ende kein Stück weiter bringt.

Aschemännl hat geschrieben:
Es können aber nicht alle verweigern und sich in die H4-Matte legen,
Auch das steht ein paar Stellen weiter oben schon erklärt. Es gelten noch immer die Gesetze des Marktes.
Übrigens, bzgl. Matte legen und so, da könntest du ja auch vorschlagen ein paar Leute abzumurksen um lebenslänglich sicherheitsverwahrt auf Steuerkosten ein warmes Bett und genügend Essen zu bekommen, ne schöne Matte zum reinhängen, kann einem nichts mehr passieren. Aber sowas will man genausowenig wie H4.

Aschemännl hat geschrieben:
Der Spatz in der Hand ist mehr wert, als die Taube auf dem Dach.
Kommt auf die Situation an. Aber wenn alle so denken wird nichts und es ändert sich erst recht nichts. Ich kenne einen der arbeitete jahrelang für einen Sklaventreiber für inakzeptable Bedingungen. Dann ging der Sklaventreiber pleite. Aufm Amt haben sie ihm (dem ehem. Sklaven) verschiedene Dinge aufgezeigt, u.a. auch die Grundlagen für eine selbständige Existenz. Das hat er dann gemacht, und zwar exakt genau das gleiche was er auch beim Sklaventreiber gemacht hat (der war ja nun weg, wurde also eine Marktlücke frei) mit dem Unterschied daß er nun ein freier Mensch ist der seine Zeit so einteilt wie er das für richtig hält, kein Dummschwätzer ihm vorschreibt was er zu tun und zu lassen hat, und überdies verdient er ein vielfaches dessen was der Sklaventreiber hat fallenlassen. Das funktioniert seit einigen Jahren sehrt gut und er ärgert sich bis heute daß er das nicht schon vor zwanzig Jahren so gemacht hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Mo 06.Jan 2014 14:19 
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James T. Kirk hat geschrieben:
Seit wann verdient man mit Mindestlohn 1.500 Euro? Mathe 6 - setzen ...
in dem Falle ging es um das BGE ,was wir vergleichweise auch dazugebracht haben.
Lesen 6 , setzen :facepalm: 8)

für dich aber gern nochmal den Zusammenhang:
pfiffikus hat geschrieben:
Da gibt es mindestens zwei Ansätze.
  1. Man verlangt ein BGE in einer Höhe, wie man es gerne hätte.
  2. Man verlange ein BGE in einer Höhe, in der es
    - wirtschaftlich vertretbar ist,
    - dafür sorgt, dass auch die Wirtschaft so weit funktioniert, dass für Läden wieder so viel Ware nachproduziert wird, wie für das ausgeschüttete Gesamteinkommen der Bevölkerung gekauft werden kann.
Pfiffikus,
der da eher für die 2. Variante plädiert

strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
pfffikus, mit Variante 1 meinst du sicher die mal umstrittenen 1500 Eur? Fand ich auch recht arg, zumal es den ähnlichen Effekt wie der Mindestlohn hätte.



Lea:
Zitat:
....Wertschätzung der Arbeit und der Zeit. Es macht keinen Sinn einen Großteil seiner Lebenszeit für etwas zu verschwenden das einen am Ende kein Stück weiter bringt.
stimme dem zu. Und wenn die Wertschätzung nicht da ist, geht das ganze nur noch mit Bauchschmerzen, sosehr man auch hinter seiner Tätigkeit steht/ stand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Mo 06.Jan 2014 15:07 
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Warum setzen sich immer diejenigen am vehementesten für ein BGE ein, die gar nicht wissen, wie Arbeit überhaupt geschrieben wird??


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 07.Jan 2014 15:19 

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Hut ab.
So ehrlich ist nicht jeder.
Gute Begründung warum du dich nicht für gesetzlichen Mindestlohn und BGE einsetzt.
Nochmals Hut ab,
sag ich nurmalso


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 07.Jan 2014 16:40 
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Du interpretierst mich falsch.

Ich bin nur gegen ein (Faulheit unterstützendes) BGE, aber ich bin für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn - eigentlich sogar deutlich höher als 8,50 Euro. Und Firmen, die sich das nicht leisten können, also beim Staat schnorren (indem sie sonst nur Aufstocker beschäftigen), sind es in meinen Augen nicht wert, auf dem freien Markt zu existieren. Das System reguliert sich anschließend sehr schnell selbst über Angebot und Nachfrage und die ALG1-Bezieher erhielten auch ein ordentliches Salär während ihrer Suche nach einem neuen Job - zudem wäre der Unterschied zwischen Lohn/Gehalt und staatlichen Transferleistungen deutlich größer und somit auch mehr Anreiz für ALG2-Bezieher ihren Allerwertesten von der Ottomane zu bekommen.

Was ich persönlich auch z.B. überhaupt nicht mag, sind Scheinselbständige, die aufstocken (also nicht die Leute, sondern das System dass das zuläßt). Da werden 15 Wochenstunden gearbeitet, man rechnet alles mögliche gegen um keine Steuern zahlen zu müssen und für die restlichen 25 Wochenstunden Faulpelzdasein wird wieder Vater Staat angeschnorrt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Do 09.Jan 2014 1:23 
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nurmalso hat geschrieben:
Grundsätzlich richtig sind Gedanken in Richtung bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe dieses Mindesten.

An dieser Stelle glaube ich, haben wir verschiedene Ansichten davon, was soziale Grundsicherung bedeutet.

  • Ich verstehe darunter, dass jeder die Möglichkeit haben muss, sich von seiner eigenen Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Kann die Gesellschaft diese Möglichkeit nicht bieten, muss sie die Grundsicherung in finanzieller Form absichern.
    Wenn aber jemand darauf verzichtet, von einer zur Verfügung stehenden Verdienstmöglichkeit Gebrauch zu machen, warum soll das vom Rest der Gesellschaft finanziell honoriert werden?
  • So wie ich Dich verstehe, ist Dir die Priorität der eigenen Arbeitsleistung nicht ganz so wichtig.
  • Holger geht sogar noch einen Schritt weiter. Er fordert ja, dass der Staat die Mittel in finanzieller Form zur Verfügung stellen solle. Wer darüber hinaus noch Lust zum Arbeiten verspürt, kann das seiner Meinung nach tun. Denn die Frage nach dem Verschulden von Einkommensausfällen stellt sich ja für ihn nicht.

James T. Kirk hat geschrieben:
Ich bin nur gegen ein (Faulheit unterstützendes) BGE

An dieser Stelle bin ich mit James genau einer Meinung. Denn ein BGE darf niemals eine Höhe haben, die es einem Mitglied der Gesellschaft ermöglicht, sich auf eigenen Entschluss dem Wertschöpfungsprozess zu entziehen.
Das BGE sollte nur eine Höhe haben, in der es die (blanke) Existenz absichert. In dieser Höhe wäre es auch geeignet, einen Niedriglohn in eine Höhe aufzustocken, mit dem man ordentlich leben kann.
Mehr darf (vorerst) nicht bedingungslos gezahlt werden, weil sonst der Anreiz zum Arbeiten verloren geht und das BGE letztendlich von einer Inflation aufgefressen würde!


nurmalso hat geschrieben:
Damit wird alle geleistete Arbeit - nicht nur Lohnarbeit sondern auch Hausarbeit, Pflege .... - gleichermaßen grundsätzlich monetär honoriert.

Leider aber auch das Nichtarbeiten.
Lieber ist mir, dass Hausarbeit in einer Familie arbeitsteilig erledigt wird. Da Hausarbeit in jeder Familie anfällt und damit quasi von jeder Person zu erledigen ist, sehe ich keine Notwendigkeit, dass dafür Geld von einem Personenkreis an einen anderen Personenkreis gezahlt wird.
Und solche Sachen wie Pflege, dafür zahlt der Begünstigte aus eigenen Rücklagen, zum Beispiel in Form einer Pflegeversicherung. Und das schöne am BGE ist ja, dass Niedriglöhne im Pflegebereich nicht mehr so ein Problem wie heute wären. Immerhin gibt es ja noch das BGE bedingungslos obendrauf.


Pfiffikus,
der jetzt zu müde wird, das noch ausführlicher zu schreiben


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 21.Jan 2014 10:54 

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James T. Kirk hat geschrieben:
Du interpretierst mich falsch.

Ich bin nur gegen ein (Faulheit unterstützendes) BGE


Eine unwürdige Unterstellung

James T. Kirk hat geschrieben:
, aber ich bin für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn - eigentlich sogar deutlich höher als 8,50 Euro. Und Firmen, die sich das nicht leisten können, also beim Staat schnorren (indem sie sonst nur Aufstocker beschäftigen), sind es in meinen Augen nicht wert, auf dem freien Markt zu existieren. Das System reguliert sich anschließend sehr schnell selbst über Angebot und Nachfrage und die ALG1-Bezieher erhielten auch ein ordentliches Salär während ihrer Suche nach einem neuen Job -


Es geht doch.

Leider nur sehr kurz ehe du wieder in deine alte Starre zurück fällst.

James T. Kirk hat geschrieben:
zudem wäre der Unterschied zwischen Lohn/Gehalt und staatlichen Transferleistungen deutlich größer und somit auch mehr Anreiz für ALG2-Bezieher ihren Allerwertesten von der Ottomane zu bekommen.

Da werden 15 Wochenstunden gearbeitet, man rechnet alles mögliche gegen um keine Steuern zahlen zu müssen und für die restlichen 25 Wochenstunden Faulpelzdasein wird wieder Vater Staat angeschnorrt.


Wieder die pauschalen, leider muss ich das drastisch formulieren, saudummen Unterstellungen.
Schade sag ich nurmalso

Zur Erlärung siehe hier: http://www.sozialpolitik-aktuell.de/tl_ ... bbIV32.pdf

PS:
Ich ging gestern gegen 17:30 Uhr über die Bachgasse zu den Arcaden. Am Museum hörte ich das folgende Lied.
Jeden Satz bitte mindestens drei Mal genau anhören.
Viele Grüße, nurmalso.


Link zum Video


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 21.Jan 2014 13:47 
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Pfiffikus: den Ausführungen schließe ich mich an. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es noch viele gäbe, die sich dann eine Tätigkeit suchen, wenn das BGE hochgesetzt wird, auch bringt es ohnehin Preissteigerungen mit sich, wie auch der Mindestlohn. Und wie viele Leute ohne jeglichen Abschluss würden dann auch etwas tun,was "übrig" bleibt, wie sehr unliebsame Arbeiten. Daher muss der Anreiz bleiben. Und Stundensatzverhandlungen sind dann Sache der Verhandlungspartner, niemand anderes wie irgendwelche Gewerkschaften, die sich ihre "Nächstenliebe" sonstwohin klemmen können. Wo nichts zu holen ist, findet man sie auch nicht. Es muss also möglich sein, dass Fachkräfte auch einen höheren Stundensatz fordern können, während Ungelernte einen niedrigeren Satz bekommen, sei es ganz ohne Abschluss oder eben als Neueinsteiger in einer anderen Branche. Es muss sich vor allem ohne Gewerkschaften lohnen, sich weiter zu qualifizieren und dementsprechende Leistungen bei einer Tätigkeit zu bringen.

So sehr man auf Althaus auch geschimpft hat , aber sein Modell fand ich eben nicht übel. Um ihn weiter zu beurteilen, was ich gut oder schlecht fand, bin ich nicht lange genug hier in der Gegend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 21.Jan 2014 15:06 
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strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
Und Stundensatzverhandlungen sind dann Sache der Verhandlungspartner, niemand anderes wie irgendwelche Gewerkschaften, die sich ihre "Nächstenliebe" sonstwohin klemmen können.

Mit solchen Aussagen wäre ich aber vorsichtig. Gerade die Leute, um die ich mir bei Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes Sorgen mache, ist nicht automatisch in der Lage, zähe Verhandlungen mit Arbeitgebern zu führen, die im Normalfall knallharte Geschäftsleute sind. Diese Personen kommen unter die Räder, wenn sie auf eigenes Verhandlungsgeschick angewiesen sind. Denen würde ich schon professionellen Beistand in diesen Verhandlungen wünschen, zum Beispiel Gewerkschafter.


strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
Es muss also möglich sein, dass Fachkräfte auch einen höheren Stundensatz fordern können, während Ungelernte einen niedrigeren Satz bekommen, sei es ganz ohne Abschluss

Nach meinen Beobachtungen ist das bereits heute möglich. Insbesondere wenn es sich um Leute handeln, die ihr Ausbildungsfach nicht nach persönlichen Vorlieben, sondern nach volkswirtschaftlichem Bedarf und nach Verdienstmöglichkeiten ausgewählt haben. Die brauchen natürlich keine Gewerkschaft, weil bei denen lange vor Beendigung des Studiums die Headhunter auf der Matte stehen.


strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
Es muss sich vor allem ohne Gewerkschaften lohnen, sich weiter zu qualifizieren und dementsprechende Leistungen bei einer Tätigkeit zu bringen.

Ach das würde ich so nicht unterschreiben. Die stören doch nicht, wenn man sich weiter qualifizieren möchte. Und wer die Dienstleistungen einer Gewerkschaft in Anspruch nehemen möchte, zum Beispiel bei Vertragsverhandlungen oder als Rechtsschutzversicherung bei Arbeitsrechtsfragen, soll sich gerne an die Gewerkschaften wenden.


strubbelmiez_1975 hat geschrieben:
So sehr man auf Althaus auch geschimpft hat , aber sein Modell fand ich eben nicht übel.

Vorsicht! Sein Modell beinhaltete nicht weniger als die Aufkündigung der Solidargemeinschaft. Sein Modell beinhaltete nicht die 11 bis 14% vom Brutto als Krankenversicherung, wie seinerzeit üblich, sondern satte 200 Euro (wenn ich mich richtig erinnere) pauschal! Das fandest Du nicht übel?


Pfiffikus,
der bei diesem Modell auch wegen der Höhe Probleme sieht


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 21.Jan 2014 15:29 
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ich ging davon aus, dass "rund" oder "bis zu" 200 Euro in Frage stehen. Sollte es die tatsächlich angedachte Höhe sein, dann eher fatal, denn so hoch sind die Sätze im Moment ja nicht.

Nach Belieben kann man sein Ausbildungsfach eh nicht mehr aussuchen, daher zählt nur noch der volkswirtschaftliche Bedarf. Wir sehen es ja an etlichen Berufen, bei denen der Markt längst übersättigt ist. Wem körperlich kaum noch ein anderer Beruf offen steht, hat meist verloren,wenn er es nicht schafft, sich durch etliche weitere Abschlüsse bzw. Qualifikationen unersetzlich zu machen.

Verhandlungen zu Löhnen/ Gehältern im Tarif sind mit Hilfe der Gewerkschaften sicher einfacher. Aber für mich sind sie einfach nur Giftspritzen, die A Berufstände spalten und auch nur vor Ort über Bedingungen klagen, wenn sie sich erhoffen, dass die einen oder anderen Mitarbeiter auch in die Gewerkschaft eintreten. Dass die Gewerkschaften es finanzieren müssen und somit ihre Mitgliedsbeiträge generieren, ist klar und auch nachvollziehbar. Aber diesen ständig vorgetäuschen Samariterinstinkt kaufe ich diesen Haufen nicht ab. Die Spalterei von Berufsständen habe ich ja miterlebt. Es ist ein derartiges gegeneinander ausspielen, dass es zum ko...misch gucken ist (rückwärts essen). Oben hatte ich ja noch einiges mehr dazu geschrieben. Dass es annodazumal vielleicht wirklich ein ehrliches Ansinnen war, kann ich mir noch vorstellen, heute ist es nur noch Ausspielerei und wir sehen es bspweise am Marktkauf, dass auch der Arbeitgeber sein Arbeitskampfmittel nutzte und die Mitarbeiter ...oh "Überraschung" aussperrte und nun "fuffzehn" ist. Ich kaufe Engagement erst ab, wenn es wirklich uneigennützig ist.

Natürlich möchte man sich nicht umsonst auf die Lehrbank gesetzt haben oder weitere Schulbänke zur Fort- und Weiterbildung, Verhandlungsgeschick hat auch nicht jeder, dazu muss man schon fast geboren sein. Mit dem BGE wäre es ein kleines Stück einfacher, da man nicht mehr drauf angewiesen ist, sich für fast lau zur Arbeit zu bewegen. Ich habe aus den vergangenen Erfahrungen gelernt und entweder kann ich von dem, was ich mache, leben oder eben nicht. Ein solches Handeln wie von Seiten der Stadt bzw. Stadtrat lasse ich mir jedenfalls nicht mehr bieten und auch Vergleichbares. Und dann können etliche Mitentscheider von damals und deren Stiefel putzenden Mitlatscher nicht für den Mindestlohn herumschreien, so viele Widersprüche verträgt kein normaler Mensch. Erst vormachen, ob und wie es sich trägt, dann fordern. Wertet man Entscheidungen positiv, ist man stolz, eine "Mehrheit" zu sein, ist die Entscheidung der letzte Mist, sinds die anderen :lol:

Mir schwebt immernoch der Spruch mit dem Sozi in der Wüste im Kopf herum, weil der so herrlich stimmig ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 28.Jan 2014 10:28 

Barvermögen: Gesperrt
Die Hoffnung auf den gesetzlichen Mindestlohn wird zerplatzen wie eine Seifenblase und das hat Gründe.
Das Gesindel um die Merkel will das Freihandelsabkommen. Das hat es in sich. Es ist sieht vor, dass eine ausländische Firma den jeweiligen Staat verklagen kann, wenn er den Profitinteressen im Wege steht. Wenn Firma A aus dem Land B sagt, der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland verringert deren Profit, dann wird er eben nicht gezahlt. Alle, die in Sklavenbuden für ausländische Unternehmen arbeiten werden das als Erste spüren. Besonders auch wer dann bei den Menschenverachtern von Amazon und Zalando arbeitet.
Mini- und Midijobber sollen ja von vornherein ausgeschlossen werden, weil es keine Tarifverträge gibt.
Somit kann dann jedes Kapitalistenschwein einfach mehrere Minijobber einstellen oder Arbeitsplätze in Minijobs umwandeln, spart sich die Sozialabgaben und das war’s dann mit dem Mindestlohn.
So wird es passieren, liebe Freunde!
Ich wundere mich nur darüber, dass die große breite Masse einfach nur schweigt und die Achseln zuckt.
Obwohl wenn ich hier so die Meinungen lese, wundert es mich wieder nicht.
Hauptsache aber man schürt die Stimmung gegen Sinti, Roma, Bulgaren, Rumänen und macht Hartz-IV-Betroffene zu "Sozialschmarotzern". Hauptsache man verhält sich gegenüber den Schwachen nicht solidarisch. Hauptsache man delegiert die Schuld von den Tätern an die Opfer. Hauptsache der Deutsche hat seine "neuen Juden", die als Sündenböcke herhalten müssen.

Was ist los in diesem Land,
frag ich nurmalso.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mindestlohn
BeitragVerfasst: Di 28.Jan 2014 15:45 

Barvermögen: Gesperrt
nurmalso hat geschrieben:
Die Hoffnung auf den gesetzlichen Mindestlohn wird zerplatzen wie eine Seifenblase und das hat Gründe.
Das Gesindel um die Merkel will das Freihandelsabkommen. Das hat es in sich. Es ist sieht vor, dass eine ausländische Firma den jeweiligen Staat verklagen kann, wenn er den Profitinteressen im Wege steht. Wenn Firma A aus dem Land B sagt, der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland verringert deren Profit, dann wird er eben nicht gezahlt. Alle, die in Sklavenbuden für ausländische Unternehmen arbeiten werden das als Erste spüren. Besonders auch wer dann bei den Menschenverachtern von Amazon und Zalando arbeitet.
Mini- und Midijobber sollen ja von vornherein ausgeschlossen werden, weil es keine Tarifverträge gibt.
Somit kann dann jedes Kapitalistenschwein einfach mehrere Minijobber einstellen oder Arbeitsplätze in Minijobs umwandeln, spart sich die Sozialabgaben und das war’s dann mit dem Mindestlohn.
So wird es passieren, liebe Freunde!
Ich wundere mich nur darüber, dass die große breite Masse einfach nur schweigt und die Achseln zuckt.
Obwohl wenn ich hier so die Meinungen lese, wundert es mich wieder nicht.
Hauptsache aber man schürt die Stimmung gegen Sinti, Roma, Bulgaren, Rumänen und macht Hartz-IV-Betroffene zu "Sozialschmarotzern". Hauptsache man verhält sich gegenüber den Schwachen nicht solidarisch. Hauptsache man delegiert die Schuld von den Tätern an die Opfer. Hauptsache der Deutsche hat seine "neuen Juden", die als Sündenböcke herhalten müssen.

Was ist los in diesem Land,
frag ich nurmalso.


ich schlage vor, daß der Verfasser dieser Zeilen bei der Wahl seiner Worte sich daran erinnert, daß er sich hier nicht auf einer politischen Barrikade oder Kampfkundgebung befindet, sondern in einem öffentlichen Forum, wo niemand beschimpft und beleidigt werden sollte.

Gruß phoenix66, kein CDU-Freund.


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