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Plaudereien im Dunstkreis von Untermhaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: So 14.Apr 2019 18:25 
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Danke
Leider gibt die ja nicht mehr, die wurde ja abgerissen,
weil sich die Erbengemeinschaft (zwei Brüder) nicht einigen konnten.
Nun enstehten auf dem Areal neue Wohnbauten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: So 14.Apr 2019 18:46 
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Aber du hast sicher ein Bild davon? Hier das mir vorliegende.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mo 15.Apr 2019 9:44 
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Die eheml. Villa Bessler wurde 1907 von dem
bekannten Architekten Zetzsche in der damaligen Hohenzollern-Allee 37, der heutigen Karl-Marx-Allee errichtet.
Alexander Bessler war ein bekannter Woll- und Seidenfabrikant,
im Jahr 1897 gründete er mit Paul Schulenburg in Gera-Zwötzen die sehr bekannte mechanische Woll- und Seidenweberei Schulenburg & Bessler als OHG.
Kommen wir aber wieder zur Villa zurück, in den 1950 Jahren, bis zur Wende war in dieser Villa eine Kinderklinik.
Nach der Wende wurde die Villa an eine Erbengemenschaft (zwei Brüder) zurück übertragen, die sich wohl uneinig waren,
und so stand diese Villa mind. 25 Jahre leer, manchmal wurde ein Grünschnitt durchgeführt, sonst hätte man das Gebäude garnicht mehr sehen können.
Den jahrlangen Leerstand kann kein Gebäude überstehen, und wieder verschwindet eine Villa aus dem Stadtbild von Gera.
Diese Villa wurde 2018 abgerissen und auf dem Areal der ehml. Villa enstehen neue Wohnhäuser.
Hier noch ein Bild von 2014
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villa-bessler_kma.jpg
villa-bessler_kma.jpg [ 687.94 KiB | 618-mal betrachtet ]


und als Kinderklinik in den 1950er Jahren
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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mo 15.Apr 2019 20:00 
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Aber kommen wir lieber zu Villen, die noch stehen und die wieder bewirtschaftet werden, hier die Villa Bufe in der Küchengartenallee 13.
Da ist jetzt das Büro für Architektur und Denkmalpflege von Dr. Ing. Anja Löffler drin,
der wir auch viele Bücher und Schriften über Schloß Osterstein und Kulturdenkmalen in Gera zu verdanken haben.
Die Villa wurde damals um 1924/1925 gebaut von Architekt Albert Glaser für Porzellanfabrikant Emil Bufe (1878 - 1951).
Der Eingang zur zweigeschossigen Villa im befindet sich auf der Westseite.
Auf der Nordseite befindet sich ein halbrunder Vorbau, der im Erdgeschoss geschlossen ist, aber im Obergeschoss als Loggia ausgebildet wird.
Das Ganze wird von zwei Säulen getragen, die im Dachgeschoss in einem offenen Balkon enden.
1902 gründeten Emil Bufe und sein Bruder Albin Bufe in Untermhaus eine Porzellanmalerei,
damals bemalte das Unternehmen noch das Porzellan aus der Porzellanmanufaktur am Gries.
Das Unternehmen wurd 1904 nach Langenberg verlegt, 1906 begann die Firma, dank neuer Brennöfen, mit der Herstellung von Haushaltsporzellan.
Ab 1913 produzierte die Firma E & A Bufe Porzellanfabrik Langenberg vorwiegend Gebrauchsgeschirr, das Markenzeichen war ein rotes L im Kreis.
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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Di 16.Apr 2019 22:44 
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Hallo HaPe,
ich muss doch noch mal hier reinplatzen. Die beiden Karten habe ich heute beim Sortieren gefunden und kann sie auf die Schnelle nicht zuordnen.
Die Karte im Hochformat ist 1901 in Gera gestempelt.
Die im Querformat wurde im August 1903 in Gera geschrieben, gestempelt wurde sie aber in Untermhaus. Der Absender grüßt mit "Theodor", so lese ich das zumindest.
Kannst du bei der Standortbestimmung helfen?


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IMG_20190416_0001.jpg
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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mi 17.Apr 2019 9:59 
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Moin archivar,
das Querformatbild, datiert von 1903 sieht aus wie die Villa Ramminger in der Ebelingstraße 12,
und zeigt wohl alle Angestellten der Villa, vom Koch bis zum Gärtner.
Zeitlich könnte es auch hinkommen, da die Villa von Architekten Carl Zaenker 1891/92 entworfen und gebaut wurde.
Beim Hochformatfoto kann ich keine denkmalgeschützte Villa erkennen, es ist aber bestimmt ein villenartiger Bau, bloß wo?


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mi 17.Apr 2019 11:06 
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Danke HaPe, werde mal in den nächsten Tagen vor Ort vergleichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mi 17.Apr 2019 11:20 
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Hier noch schnell ein Fotoauschnitt der Villa Ramminger von 2014
Kannste selber vergleichen:
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ausschnitt_ramminger.jpg
ausschnitt_ramminger.jpg [ 36.44 KiB | 576-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mi 17.Apr 2019 14:18 
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Das sieht schon sehr ähnlich aus. Ich denke, du hast die richtige Lösung. Danke nochmals.


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mi 17.Apr 2019 15:06 
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Dass an der Villa Ramminger viel umgebaut wurde, sieht man am ursprünglichen Aussehen der Villa.
Was verbürgt ist:
1942 Umbau zum Verwaltungsgebäude des DRK durch die Architekten Buschendorf und Keller.
1958 Aufstockung des obersten Mezzanins (Halbgeschoss) zum dritten Vollgeschoss.
Auf diesem Bild kann man noch die große Treppe am damaligen vorderen Eingang erkennen, wie sie auch auf Deinem Foto zu sehen ist.
Ach ja die Villa Ramminger hatten wir schon öfter im Visier.
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ramminger91.jpg
ramminger91.jpg [ 442.79 KiB | 569-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mo 06.Mai 2019 15:19 
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Kommen wir heute zu einer imposanten Villa + Park, der Villa Jahr.
Villa Jahr
Gera >>> Tschaikowskistraße 39

Architekt: Rudolf Schmidt
Jahr der Entstehung: 1905-1907

Moritz Rudolf Jahr (1849 - 1927) ließ sich die Villa ganz in der Nähe seiner Maschinenfabrik erbauen.
Sein Vater, Ernst Moritz Jahr gründete 1841 eine Maschinenfabrik in der Neuen Straße.
Ein Jahr später errichtet er eine Kesselschmiede und Eisengießerei in der Bielitzstraße.
Nach dem Tod des Vaters wurde die Firma Moritz Jahr GmbH in Sparten aufgeteilt (Eisengießerei, Dampfkessel - und Maschinenbau).
Um 1890 gründete Moritz Rudolf Jahr eine eigenständige Maschinenfabrik (zu DDR-Zeiten TextiMa) in der damaligen Uferstraße.
Die Villa erinnerte eher an ein Schloss, der Weg vom Haupteingang führt an einem großen Landschaftspark mit altem Baumbestand und kleinem Teich + Fontaine vorbei,
als gestalterischer Höhepunkt in Form einer Brücke, bieten sich immer wieder einzelne Durchblicke zur Elsteraue.
Im großen Erdgeschoß waren die Küche und die Wohnung für die Familie des Gärtners untergebracht,das andere Personal wohnte im Dachgeschoss.
Neben den Raumstrukturen sind auch noch einige originale Einbauten erhalten.
Das Gebäude der Villa ging 1949 in den kommunalen Besitz über, wurde zunächst als Wohnung des sowjetischen Stadtkommandanten genutzt und 1960 zum Kinderheim umfunktioniert.
Ab 1990 diente sie als Internat für das Goethe-Gymnasium. Seit 1997 stand sie leer.
Im Jahr 2005 wurde die Villa saniert und als Teil des BuGa-Areals wurde die Gartenanlage neu gestaltet.
Im Internet gibts genug Fotos der "Villa Jahr", z.b. hier bei wikipedia
Hier noch ein Foto der Villa aus den 20er Jahren (Rückansicht).
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villa_jahr1.jpg
villa_jahr1.jpg [ 190.21 KiB | 500-mal betrachtet ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Sa 18.Mai 2019 17:43 
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Villa Münch

Gera >>>>> Goethestraße 1a

Architekten: Zaenker und Knoblauch
Jahr der Entstehung: 1895/97

Der Fabrikantensohn Walter Hermann Münch (1863 - 1913) ließ die Villa von Carl Zaenker erbauen.
Sie wurde mit neogotischen und neorenaissancezeitlichen Stilelementen erbaut und als Wohnhaus genutzt.
Christoph Alfred Münch (der Vater) hatte die Firma Zetzsche & Münch 1859 in der damalige Schützenstraße 89 gegründet,
seine Söhne Walter und Hermann wurden 1887 Teilhaber der Firma.
Auf Grund der schlechten Auftragslage und der Weltwirtschaftskrise mußte die Firma "Alfred Münch AG schließen
Schon im Jahr 1920 wurde die Villa an den Staat Reuß verkauft. Das Gebäude hat die äußere Form eines kleinen Schlösschens. Im Jahre 1919 begann der Umbau des Architekten Knoblauch für die Nutzung als öffentliche Bibliothek. Ein Jahr später wurde die „Freie öffentliche Landesbücherei Gera" eröffnet. Nach Auflösung der Stiftung, wurde die Bibliothek 1923 in „Thüringische Landesbücherei" umbenannt. Im Jahre 1933/34 wurden die Bestände der Literatur „bereinigt". Die Bestände wurden während des Krieges ausgelagert. Die Bibliothek nahm 1945 wieder den Betrieb auf. Bis 1972 blieb die Hauptstelle in der Villa Münch. Sie wurde inzwischen „Stadt- und Bezirksbibliothek" genannt. Auch die Musikschule hatte für einige Jahre dort ihr zu Hause, leider wurden die hohen Dächer in den frühen 1970er Jahren geschliffen, der markante Spitzhelm des Hauptturmes wurde schon 1958 abgebrochen.
Im Jahr 2003 erfolgten Instandsetzungsarbeiten.


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muench.jpg [ 271.05 KiB | 451-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mi 22.Mai 2019 19:10 
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HaPe hat geschrieben:
Villa Münch

Gera >>>>> Goethestraße 1a

...
Im Jahr 2003 erfolgten Instandsetzungsarbeiten.


"Instandsetzungsarbeiten" -> Letzterer Kommentar ist im Angesicht der Komplettsanierung und der dabei verbauten "Sümmchen" schon fast als Provokation zu sehen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Villen in Gera
BeitragVerfasst: Mo 24.Jun 2019 9:48 
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Kommen wir heute zur Villa Maurer, die auch schon wieder anders heißt (Villa Victoria), weil die jetzigen Eigentümer diese Villa saniert/restauriert hatten.
Ich benutze immer die alten Namen, sonst kommt man wohl etwas durcheinander bei den vielen neuen Namen der Villen :wink:
Villa Maurer
Gagarinsraße 14

erbaut: 1898/99
Archtitekt: Carl Zaenker

Die Villa wurde für den Geraer Fabrikanten Emil Otto Maurer erbaut und, noch vor seinem Einzug, um einen Anbau zur Vergrößerung der Küche ergänzt.
Im Eingangsbereich der Villa ist das Jahr 1900 als Zeitpunkt der Fertigstellung im Sandstein angegeben. Die Familie Maurer ist 1901 in die Villa eingezogen.
Emil Otto Maurer gründete in der Zeit nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871/72 mit dem Kaufmann Gustav Adolph Fiedler eine Kammwollwarenweberei.
Nach dem Ableben Fiedlers 1889 wurde Friedrich Wilhelm Elenz sein Partner bis 1914, dann sein früherer Prokurist Hermann Sänger.
Emil Otto Maurer, der zu der Zeit in der Adelheidstraße 2 lebte, beauftragte 1898 den Architekten Carl Zaenker mit dem Bau einer Villa als Wohnsitz für seine Familie in der nahe gelegenen Agnes-Straße 14, die zu jener Zeit am Stadtrand von Gera lag, und dank ihrer Höhenlage ein begehrter Platz für den Bau zahlreicher Unternehmervillen war.
Carl Zaenker war ein in Gera sehr gefragter Architekt. Er ist der Erbauer zahlreicher, heute ebenfalls denkmalgeschützter Villen in Gera, unter anderem der Villen Späthe, Ramminger, Jäger, Rothe und Meyer.
Emil Otto Maurer lebte bis zu seinem Tode 1917 in der Villa, die er seiner Witwe Doris Susanne Maurer geb. Kohl vererbte. Die Witwe Maurer vermietete später Teile der Villa, unter anderem an den Hautboisten Paul Hochmuth von der Reussischen Kapelle und den stadtbekannten Schauspieler Rudolf Weisker.
Nach dem Ableben von Doris Susanne Maurer im Jahr 1938 erwarb der Kaufmann Robert Wohlmuth die Villa, der seit den 20er Jahren Prokurist des Textilveredlers Walther, Bach & Co. war.
In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Villa zunächst als Wohnhaus verwendet und im Jahr 1972 dem Kulturbund der DDR als neue Residenz zugewiesen.
Etwa zur gleichen Zeit wurde die Villa Weißflog/Remy gesprengt/abgerissen und der bis dahin dort beheimatete Klub der Intelligenz „Bertolt Brecht“ fand seinen neuen Sitz beim Kulturbund.
Fortan diente die Villa als Treffpunkt von Intellektuellen und Künstlern, als Tagungsort für Fachgruppen, Ausstellungsort, Vortragssaal, Gesprächsrunden, Workshops und auch für Feierlichkeiten.
Nach der Wiedervereinigung und der Klärung der Eigentumsverhältnisse wurde die Villa an die ursprünglichen Eigentümer restituiert. Der Kulturbund fand eine neue Unterkunft im Ferber’schen Haus und die Villa wurde von einer Anwaltskanzlei 1994 erworben, die sie nach der Sanierung und Renovierung des Gebäudes im Jahr 1995 bis zum Sommer 2014 nutzte.
Nach erneuter umfangreicher Sanierung und Renovierung 2014/2015 soll die Villa wieder kulturellen Zwecken dienen.
Die Villa wurde im Baustil der Neorenaissance errichtet, sie wurde in ansteigendes Gelände gebaut, so dass der Keller straßenseitig als befenstertes Vollgeschoss ausgestaltet werden konnte, der mit Zyklopenmauerwerk aus Sandstein verkleidet ist. Über diesen ragt der zweigeschossige Baukörper empor. Das Dachgeschoss ist vollständig ausgebaut. Direkt unter dem Dach ist ein Spitzboden vorhanden.
Straßenseitig führt als markantes Stilelement eine steinerne Treppe zum Hauseingang, dem ein massiver Windfang aus Sandstein vorgelagert ist. Die Treppe wird in Gartenhöhe durch einen Treppenabsatz unterteilt. Entlang der Treppe befindet sich ein geschmiedetes Treppengeländer, das die Verzierungen des Zaunes aufnimmt.
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