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Plaudereien im Dunstkreis von Untermhaus


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 Betreff des Beitrags: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mi 12.Dez 2018 23:23 
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Beitrag wurde aus inhaltlichen Gründen aus dem Thema "Neustart Gera2025 - Kulturhauptstadt" herausgelöst


archivar hat geschrieben:
Neben dem von dir erwähnten Kulturmanager soll jetzt auch noch die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen werden (Neues Gera vom heutigen Tage, zweite Seite).
Vielleicht weiß jemand, wo man die Aufgabenstellung einsehen kann. Was soll der Waldheini denn managen?

Ein Blick über den Elstertal-/Tellerrand hätte vielleicht ergeben, in welche Richtung das zielen könnte. Bundesweit sind Kommunen aktiv in Sachen Aufspüren und Ausschöpfen von Potentialen beim Klimaschutz. Das geschieht auf vielfältige Weise, angefangen bei reinen "Schreibtischtaten" wie dem Rückzug aus Investitionen / Geldanlagen in klimaschädlichen / unethischen Bereichen. Nennt man "Divestment" (also Gegenteil von Investment) und läuft weltweit. Ist also keine deutsche Erfindung (schon gar keine deutscher linksgrüner "Gutmenschen"), sondern Anliegen von Städten wie u.a. Kopenhagen, Oslo, San Francisco, auch deutschen Städten wie Berlin, Leipzig, Freiburg, Bremen, Münster, Stuttgart, Göttingen.

Inzwischen ist auch längst klar, dass das Festhalten an Investitionen in z.B. fossile Energieträger ein guter Weg ist, das Geld zu vernichten, denn ob wir wollen oder nicht, die fossilen Energieträger müssen künftig im Boden bleiben, wenn wir nicht eine globale Katastrophe nicht ansatzweise ahnbaren Ausmaßes erleben wollen. Damit ist jeglicher Invest dort absolut rausgeschmissenes Geld. Manche Kommunen erkennen das und handeln aus diesem Grund (wenn sie schon nicht ethisch zur Handlung getrieben werden). Nun, seis drum.

Aber: ich gehe vorsichtig davon aus, dass Gera kaum Divestment betreiben kann, denn dazu bräuchte man ja Finanzmittel, die irgendwo unethisch angelegt sind und die man dort herausnehmen könnte. Ohne Finanzmittel geht das schlecht. ;)

Was Klimaschutzmanagement sonst noch macht, kann man ja mal in anderen Bundesländern oder Städten nachlesen, z.B. hier (willkürlich rausgegriffen):
https://www.klimaschutz-niedersachsen.d ... ement.html
https://www.gelsenkirchen.de/de/Infrast ... index.aspx
https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/ ... hutz-24312
https://www.european-energy-award.de/ko ... eea/pirna/
https://www.marburg.de/portal/seiten/kl ... 23001.html

Bremen schreibt sehr klar, was läuft: https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/ ... 2020-24317

Da geht es dann um Gebäudesanierungen in Niedrigenergiestandard (kommunale Gebäude), teils um effiziente / innovative Straßenbeleuchtung, um verkehrstechnische Maßnahmen zur Vermeidung unnötigen Individualverkehrs, um Erneuerung veralteter Kraftwerksanlagen, ...

Mehr hier: http://edoc.difu.de/edoc.php?id=D6P23I8O

Die Karte hier ist wunderbar: https://www.klimaschutz.de/sites/defaul ... 2016_0.pdf - zeigt sie doch das krasse West-Ost-Gefälle, dass ich auch bei meinen Kontakten mit Menschen von "hier" und "drüben" sehr oft real so als Bewußtseinsunterschied wahrnehme.

Ich kann nur davor warnen, sich bei diesem Thema auf "konservative" Positionen zurückzuziehen. Bei diesem Thema gilt sehr klar "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Naturgesetze verhandeln nicht und werden durch Ignoranz nicht weniger wirksam. Die anstehenden Aufgaben lassen sich nicht "wegschmollen". Werden sie nicht erfolgreich bearbeitet, überrollt die Problematik uns. Gerade in Gera sehe ich die Gefahr, sich noch ein weiteres mal überrollen zu lassen, nachdem wir aufgrund unserer lokalen Wirtschaftsstruktur bereits 1990 brutalstmöglich überrollt wurden. Da in Gera von der Bevölkerung gerne alles politisiert wird (auch naturgesetzliche Abläufe), ist die Gefahr groß, hier zu blockieren und sich noch mehr von den möglichen lebbaren Zukunftsszenarien abzuklemmen, als es bislang schon geschehen ist. Und was bislang passiert ist, würde bereits für den Ruin mehrerer Kommunen genügen. Es reicht also.

Worauf freilich auch geachtet werden muss: nicht alles, was irgendwie "grün" aussieht, ist auch sinnvoll. Die Grenze zwischen "sinnvoll" und "schädlicher Aktionismus" sollte sehr klar im Auge behalten werden. Sonst kann sowas passieren: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 89944.html (lesenswert!).

Ein Teil des Klimaschutzmanagements ist auch, entsprechende Fördermittel aufzuspüren und erfolgreich zu beantragen. Hoffen wir mal, dass die Stelle mehr Fördermittel einspielt, als sie jährlich kostet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Do 16.Mai 2019 19:51 
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Ich hole den Thread mal hoch und hänge das hier ran. Heute ist mir diese Meldung auf den Tisch geflattert: der Gemeinderat der Stadt Konstanz hat am 2. Mai einstimmig den Klimanotstand ausgerufen. https://www.konstanz.de/start/service/s ... d+aus.html

Da sind die, die zukunftsfähig werden und (Über)lebensqualität erhalten wollen. Ob wir Fettguschen jemals sowas hinbekämen? Nein, bitte jetzt nicht mit dem Totschlagsargument "Geld" kommen, das ist natürlich auf den ersten Blick das "beste", was einem einfallen kann - darauf nimmt die Realität der Naturgesetze aber keine Rücksicht und irgendwann werden die, die nicht vorangehen auf einem naturgesetzlich zwingend vorgegebenen Weg, entweder unter die Räder kommen oder zum Mitgehen gezwungen werden. Beide Varianten wären höchst unangenehm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Do 16.Mai 2019 20:03 
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Radiowaves hat geschrieben:
.....Ob wir Fettguschen jemals sowas hinbekämen?


Glaub ich nicht ....z.B soll in Aga ein neuer Windpark gebaut werden.... und die Monokultur Raps sieht man rings um Gera.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 0:08 
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Radiowaves hat geschrieben:
Da geht es dann um Gebäudesanierungen in Niedrigenergiestandard (kommunale Gebäude),
Sag ich doch die ganze Zeit! Dieser ganze Aktionismus dient weniger dem Klimaschutz, sondern vielmehr der Wirtschaftsförderung.

Wenn ein Gebäude bereits heute halbwegs gut isoliert ist, so ist es weder wirtschaftlich darstellbar, noch ökologisch sinnvoll, das Gebäude doppelt so dick in Styropor einzupacken. Doppelt so viel Styropor spart nicht doppelt so viel Energie ein! Damit schafft man den Bauherren nicht nur eine Senke für ihr Geld, sondern zusätzlich noch ein doppeltes Brandrisiko und in einigen Jahrzehnten eine saftige Rechnung, wenn dieses Zeug tonnenweise als Sondermüll wieder zu entsorgen ist.


Radiowaves hat geschrieben:
Ich kann nur davor warnen, sich bei diesem Thema auf "konservative" Positionen zurückzuziehen. Bei diesem Thema gilt sehr klar "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben". Naturgesetze verhandeln nicht und werden durch Ignoranz nicht weniger wirksam. Die anstehenden Aufgaben lassen sich nicht "wegschmollen". Werden sie nicht erfolgreich bearbeitet, überrollt die Problematik uns.
Hm. Und Du bist Dir sicher, wenn wir etwas tun,wird uns die Problematik nicht überrollen? Wenn Gera etwas tut, hält es den Klimawandel auf? Oder leert irgendwelcher Aktionismus nur die Stadtkasse?


Radiowaves hat geschrieben:
Ein Teil des Klimaschutzmanagements ist auch, entsprechende Fördermittel aufzuspüren und erfolgreich zu beantragen. Hoffen wir mal, dass die Stelle mehr Fördermittel einspielt, als sie jährlich kostet.
Ja klar, mit diesem Geld soll dann die Bauwirtschaft gefördert werden.


Praktisch wird der Klimawandel kommen. Ob in Gera etwas dagegen getan wird, oder nicht, ist dabei völlig schnuppe.


Pfiffikus,
der die Gelder viel sinnvoller eingesetzt sehen würde, wenn man Maßnahmen damit finanziert, die uns vor den Folgen des Klimawandels wappnet


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 0:11 
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HaPe hat geschrieben:
Glaub ich nicht ....z.B soll in Aga ein neuer Windpark gebaut werden....
Na gut, wenn der kommt, dann wird wenigstens etwas CO² eingespart. Das ist doch schon mal ein Beitrag!


Pfiffikus,
der hofft, dass möglichst viel von dem durch Windkraft verdienten Geld auch in Gera bleibt


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 9:41 
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pfiffikus hat geschrieben:
Pfiffikus,
der hofft, dass möglichst viel von dem durch Windkraft verdienten Geld auch in Gera bleibt


Nur vergessen Viele dabei, dass dieser Windräder, als Schredder für Insekten, Vögel etc. bekannt sind,
d.h. der der lokalen Natur gehts an den Kragen :(
Im Moment sind noch einige Agaer gegen den Windpark auch sind wohl noch nicht alle rechtlichen und fachlichen Voraussetzungen gegeben und der Bau verzögert sich :arrow: :arrow: siehe OTZ


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 11:09 
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pfiffikus hat geschrieben:
HaPe hat geschrieben:
Glaub ich nicht ....z.B soll in Aga ein neuer Windpark gebaut werden....
Na gut, wenn der kommt, dann wird wenigstens etwas CO² eingespart.
Kann man auch einfacher machen: Jeder stopft sich ein Nasenloch zu.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 11:10 
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HaPe hat geschrieben:
Nur vergessen Viele dabei, dass dieser Windräder, als Schredder für Insekten, Vögel etc. bekannt sind, d.h. der der lokalen Natur gehts an den Kragen


Was denkst du, wieviele Fische in den Turbinen der Wasserkraftwerke geshreddert werden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 13:15 
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HaPe hat geschrieben:
Nur vergessen Viele dabei, dass dieser Windräder, als Schredder für Insekten, Vögel etc. bekannt sind,
Vielen Leuten würde es helfen, mal einen Spaziergang unter einem solchen Windrad zu machen und nach Kadavern der toten Vögel zu suchen. Wenigstens Skelettreste sollte man doch hoffentlich finden können! Viel Glück bei der Suche!


HaPe hat geschrieben:
d.h. der der lokalen Natur gehts an den Kragen :(
Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Ist Dir nicht auch aufgefallen, wie häufig in den letzten Jahren Rotmilane, Schwarzstörche und andere seltene Vögel gesichtet werden, vor allen dort, wo aktuell Windkraftanlagen gebaut werden sollen?


HaPe hat geschrieben:
Im Moment sind noch einige Agaer gegen den Windpark
Ja ja, das ist das ganz normale St. Florians-Prinzip. Das kannst Du überall dort beobachten, wo die Energiewende für die Leute selbst ernst wird. Es gibt eben zu Hauf Leute, die finden nachhaltige Lebensweise, nachhaltige Energieerzeugung sehr gut, nur nicht vor und hinter der eigenen Haustüre.


Und gerade Aga, die fallen ja nicht zum ersten Male durch St. Florian auf.



Pfiffikus,
der zum Beispiel an die Verhinderung der JVA-Ansiedlung in Aga denkt


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: So 19.Mai 2019 13:21 
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pfiffikus hat geschrieben:
Vielen Leuten würde es helfen, mal einen Spaziergang unter einem solchen Windrad zu machen und nach Kadavern der toten Vögel zu suchen.


Bis du kommst, hat die bestimmt der Fuchs geholt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mo 20.Mai 2019 9:40 
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pfiffikus hat geschrieben:
HaPe hat geschrieben:
d.h. der der lokalen Natur gehts an den Kragen :(
Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Ist Dir nicht auch aufgefallen, wie häufig in den letzten Jahren Rotmilane, Schwarzstörche und andere seltene Vögel gesichtet werden, vor allen dort, wo aktuell Windkraftanlagen gebaut werden sollen?

Pfiffikus,
der zum Beispiel an die Verhinderung der JVA-Ansiedlung in Aga denkt


Dass gerade Du das sagst, zeigt mir, dass Du nicht gerade ein "Naturfreund" bist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mo 20.Mai 2019 15:43 
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HaPe hat geschrieben:
Dass gerade Du das sagst, zeigt mir, dass Du nicht gerade ein "Naturfreund" bist.
Meinst Du?
Doch, ich bin schon ein Freund der Natur, ehrlich!

Aber andererseits bin ich sehr allergisch gegen eine unehrliche Art von Argumentation. Und Du könntest Dich zum Beispiel daran erinnern, dass ich es damals gar nicht gut fand, dass Leute die Baumschutzsatzung nicht dazu nutzen wollten, um Bäume zu schützen, sondern um einen Umbau der Villa Biermann zu sabotieren. Die Bäume waren damals nur vorgeschoben.
viewtopic.php?p=57112#p57112

Ähnliche Tendenzen sehe ich derzeit, wenn auf manchen Dörfern dem St. Florian gefrönt wird. Da wird einfach nur ausgelotet, welche Vorschriften dazu dienlich sein könnten, ein Windrad zu verhindern.


HaPe hat geschrieben:
als Schredder für Insekten
Man könnte jetzt einfach mal genauer überlegen, welche Insektenarten sich überhaupt von der Thermik in diese Höhen treiben lassen. Bist Du wirklich der Meinung, wir haben zu wenige Mücken und Schnaken?


Schau Dir mal im "Neues Gera" der letzten Woche an, mit welchen "Argumenten" die Leute aus Saara und Markersdorf sich gegenwärtig gegen Windräder sträuben wollen, die dort zu errichtenden Windräder argumentieren.

Fanny Zölsmann im Neues Gera vom 15. Mai 2019 hat geschrieben:
Doch was genau soll im Vorranggebiet „W7-Großsaara” geschehen? Es ist das Ziel eines Investors, auf einer Fläche von 38 Hektar vier bis sechs Windkraftanlagen zu errichten. Dafür muss der befindliche Wald gerodet werden.
Völliger Unsinn!
Dieser Wald wird nicht gerodet. Allenfalls die Aufstandsfläche, wo das Windrad errichtet wird, muss gerodet werden. Später können die Flächen, auf denen der Kran positioniert werden muss, wieder aufgeforstet werden. Und es ist noch die Zufahrt sicherzustellen, für die im Allgemeinen die schon vorhandenen Forstwege genutzt werden können. Gerade mal in engen Kurven muss da etwas freigeschnitten werden, um die langen Fahrzeuge dort passieren zu lassen.
Der allergrößte Teil des Waldes bleibt erhalten und wird kaum berührt.

Fanny Zölsmann im Neues Gera vom 15. Mai 2019 hat geschrieben:
Ebenfalls befindet sich W7 in einem NATURA-2000-Gebiet mit der geschützten Orchideenwiese,
Kann mir mal jemand erklären, wie eine Orchideenwiese geschädigt werden soll, wenn sich irgendwo im Wald ein Windrad dreht?
Direkt auf dieser Wiese wird doch wohl kaum ein Windrad genehmigt! Und höchstwahrscheinlich auch kein Zufahrtsweg zur Baustelle.

Fanny Zölsmann im Neues Gera vom 15. Mai 2019 hat geschrieben:
dem Geraer Wasserfall,
Mir ist neu, dass wir in Gera einen Wasserfall haben. Wo ist der eigentlich? War dieser schon einmal Gegenstand der Diskussion hier im Forum? Oder ein Bilderrätsel?


Fanny Zölsmann im Neues Gera vom 15. Mai 2019 hat geschrieben:
Windenergie ist, entgegen mancher politischer Aussage, mit heutigem Stand der Technik, eben nicht speicherbar. Windenergieanlagen können nicht zur Grundlastsicherung beitragen”, zählt die Bürgerinitiative ihre Gegenargumente auf, um „W7-Großsaara” vom Tisch zu bekommen.
Es trifft für jeder Art Strom zu, dass man ihn nicht direkt speichern kann. Indirekt geht das schon, zum Beispiel in Pumpspeicherwerken, von denen wir einige in Thüringen haben.
Praktisch träfe dieses Argument eher für den Solarstrom zu, der nachts garantiert nicht zur Verfügung steht, während auch bei Dunkelheit noch eine leichte Brise wehen kann, insbesondere in Höhe der Windräder.



Pfiffikus,
der eher darüber erstaunt ist, wie viele Windkraftgegner für die Dauer der Planungsphase von Windrädern zu Naturfreunden werden


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Di 21.Mai 2019 9:32 
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pfiffikus hat geschrieben:
Bist Du wirklich der Meinung, wir haben zu wenige Mücken und Schnaken?

Pfiffikus,
der eher darüber erstaunt ist, wie viele Windkraftgegner für die Dauer der Planungsphase von Windrädern zu Naturfreunden werden


Dass die Windräder als Schredder fungieren ist ja nun bekannt, dass Du aber die Frage umdrehst und von Mücken und Schnaken erzählst,
dass beunruhigt mich etwas.
Achja der Geraer Wasserfall ist ca. hier....GPS-Daten: 50°50'53.08"N, 12° 0'52.40"E
Hier ein Foto, sogar von meinereiner.
Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Di 21.Mai 2019 10:06 
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und hier ein Bild von vor 100 Jahren,
da nannte man die Gegend noch "Reussische Schweiz", wie romantisch.
Natürlich hat sich im Laufe der Jahre die Landschaft ein wenig verändert.


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wafa.jpg
wafa.jpg [ 148.56 KiB | 1078-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Di 21.Mai 2019 16:03 
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Hallo HaPe,

herzlichen Dank für die Ausführungen zum Geraer Wasserfall. Danke an Euch beide für die aufschlussreichen Bilder. Der Wasserfall ist sowohl mir, als auch diesem Forum in den letzten Jahren total entgangen. Ich glaube, ich werde mir den in den kommenden Wochen einmal ansehen.

Was mich aber immer noch interessiert: Inwiefern wird dieser Wasserfall in diesem versteckten Grund irgendwie beeinträchtigt oder beschädigt, wenn einige hundert Meter weiter auf dem Berg ein paar Windräder errichtet werden?


Pfiffikus,
der sich eine Schädigung dieses Wasserfalles durch die geplanten Windräder noch nicht richtig vorstellen kann


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mi 22.Mai 2019 9:55 
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pfiffikus hat geschrieben:
Fanny Zölsmann im Neues Gera vom 15. Mai 2019 hat geschrieben:
Doch was genau soll im Vorranggebiet „W7-Großsaara” geschehen? Es ist das Ziel eines Investors, auf einer Fläche von 38 Hektar vier bis sechs Windkraftanlagen zu errichten. Dafür muss der befindliche Wald gerodet werden.
Völliger Unsinn!
Dieser Wald wird nicht gerodet. Allenfalls die Aufstandsfläche, wo das Windrad errichtet wird, muss gerodet werden. Später können die Flächen, auf denen der Kran positioniert werden muss, wieder aufgeforstet werden. Und es ist noch die Zufahrt sicherzustellen, für die im Allgemeinen die schon vorhandenen Forstwege genutzt werden können. Gerade mal in engen Kurven muss da etwas freigeschnitten werden, um die langen Fahrzeuge dort passieren zu lassen.
Der allergrößte Teil des Waldes bleibt erhalten und wird kaum berührt.



Soviel zum Geraer Wasserfall <<< piffikus.
Die Behauptung ist falsch, daß der Wald NICHT gerodet wird :(
Für ein Windrad werden 3000 - 7000m² Wald verschwinden und 4 - 6 Windräder sind geplant
und die stehen dann auf ca. 38 ha mitten im Wald, ausrechnen kann sich das ja jeder selber :mrgreen:
Der Artikel von Fanny Zölsmann "Wind statt Wald", hier als e-paper ist in sofern richtig,
das der Wald an diesen Stellen gerodet wird.
Wer schon einmal dort war, der weiß das sich in diesem Wald ein Natura 2000-Gebiet befindet (Orchideenwiese beim Geraer Wasserfall),
in diesen Schutzgebieten und deren Pufferzonen muss der Artenschutz Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.

HaPe
der sich fragt, warum sowas mitten in einem Waldgebiet errichtet werden soll?
Wo der Profit anfängt, hört der Naturschutz auf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mi 22.Mai 2019 16:45 
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Sag das mal den scheinheiligen Predigern von den Grünen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mi 22.Mai 2019 18:03 
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Hallo HaPe,

HaPe hat geschrieben:
Soviel zum Geraer Wasserfall <<< piffikus.
Mehr nicht? Schade eigentlich!
Meine Frage war nämlich, inwiefern der Wasserfall geschädigt wird, wenn einige hundert Meter weiter auf dem Berg Windräder errichtet werden.


HaPe hat geschrieben:
Die Behauptung ist falsch, daß der Wald NICHT gerodet wird :(
Es ist nicht meine Behauptung falsch, sondern falsch ist Deine Wiedergabe meiner Aussage. Dass Bäume gefällt werden müssen, habe ich keinesfalls geleugnet.

Zum Vergleich zitiere ich mich mal selbst:
pfiffikus hat geschrieben:
Dieser Wald wird nicht gerodet. Allenfalls die Aufstandsfläche, wo das Windrad errichtet wird, muss gerodet werden.
Und hier der Text aus der gelben Zeitung:
Fanny Zölsmann im Neues Gera vom 15. Mai 2019 hat geschrieben:
Doch was genau soll im Vorranggebiet „W7-Großsaara” geschehen? Es ist das Ziel eines Investors, auf einer Fläche von 38 Hektar vier bis sechs Windkraftanlagen zu errichten. Dafür muss der befindliche Wald gerodet werden.


HaPe hat geschrieben:
ausrechnen kann sich das ja jeder selber :mrgreen:
Ach ich mach das gleich mal und entschärfe gleichzeitig den Zahlentrick.
3'000 - 7'000m² weichen für ein Windrad, teilweise weichen die Bäume dauerhaft.
Kämen 6 Windräder, dann würden im extremsten Fall 42'000m² aus diesem 380'000m² großen Waldgebiet gerodet, wovon ein Teil nach der Inbetriebnahme wieder aufgeforstet werden kann. (Das wurde im Artikel verschwiegen)
Wären es nur 4 Anlagen und müssten günstigstenfalls nur 3'000 m² je Anlage geschlagen werden, dann wären nur reichlich ein Hektar von diesen 380'000m² betroffen.
Wer hat den Sachverhalt nun treffender Wiedergegeben? Frau Zölsmann oder ich?


Es ist ja nicht der erste Windpark, der in einem Waldgebiet errichtet wird. Hier mal ein Bild aus dem Bayernland, wie es in einem solchen Windpark aussieht. Du erkennst drei Anlagen.
Dateianhang:
Windraeder1100149.jpeg
Windraeder1100149.jpeg [ 182.05 KiB | 1019-mal betrachtet ]




Anfang 2018 war ich rein zufällig von Schöna ausgehend zu Spazierzwecken in diesem Gebiet, um das es hier geht. Da waren nennenswerte Schäden durch das Sturmtief Friederike zu bemerken. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob diese geschädigten Flächen zwischenzeitlich zu Kahlschlägen gemacht werden mussten. Ich habe im Moment auch keinen Überblick, was die Borkenkäfer im letzten Sommer vom dortigen Fichtenforst noch übrig gelassen hat. Von der Neugier getrieben, werde ich wohl in den kommenden Wochen wieder mal dort aufschlagen und Fotos machen.
Würden sich die Aufstandsflächen der Windräder mit diesen Kahlschlagflächen überlappen, dann wäre die Schädigung sogar noch geringer, als unsere Rechnung ergab.


HaPe hat geschrieben:
Der Artikel von Fanny Zölsmann "Wind statt Wald", hier als e-paper ist in sofern richtig, das der Wald an diesen Stellen gerodet wird.
Eben diese hervorgehobene Stelle hat sie weggelassen. Und da sie Profi ist, zusätzlich noch mit dem Zahlentrick arbeitet (den ich hier mal umgedreht habe) und mit diesen Überspitzungen arbeitet, ohne dass ihr solche Verzerrungen in der anderen Richtung passieren, kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Ungenauigkeiten im Artikel nicht nur fahrlässig im Artikel gelandet sind.


HaPe hat geschrieben:
warum sowas mitten in einem Waldgebiet errichtet werden soll?
Aus Artenschutzgründen.
Wir hatten ja bereits die Tiere thematisiert. Bei manchen Wetterlagen kommt es vor, dass Insekten durch die Thermik in größere Hohen verfrachtet werden. Das ist eine Gelegenheit für Insektenfresser wie Schwalben und Fledermäuse, auch da hinauf zu fliegen, um dort oben Insekten zu fressen.
Größere Vögel, besonders Raubvögel nutzen die Thermik gern, um sich kraftsparend in die Höhe zu schrauben. Aus diesem Grunde sind die in diesen Aufwinden häufig zu beobachten und werden durch die Windräder in Gefahr gebracht.

Wenn Du Dich mal bei Selgelfliegern erkundigst, wo sich der Boden besonders gut oder besonders schlecht aufheizt, wo viel Wasser verdunstet wird, dann wirst Du erfahren, dass über Waldflächen viel weniger mit Thermik zu rechnen ist, als über freiem Feld. Und aus diesem Grunde ist bei Windrädern im Wald auch mit weniger geschredderten Vögeln und Insekten zu rechnen, als auf einem Feld.


Da Du Dich offenbar so energisch gegen diese Art von erneuerbarer Energie positionierst, darf ich mir doch mal die Frage erlauben, welche Art des Stromes Dir lieber ist?
- Kohlestrom?
- Kernkraft?
- Strom aus Wasserkraft?
- Solarstrom?
- Bio-Strom?
- XXX-Strom?


Praktisch stellt jede Art von Stromerzeugung eine Beeinflussung der Natur dar.


Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass bei großen Windrädern im Wald die Beeinträchtigung der Natur nur sehr gering ist


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Do 23.Mai 2019 12:43 
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pfiffikus hat geschrieben:
Hallo HaPe,

HaPe hat geschrieben:
Soviel zum Geraer Wasserfall <<< piffikus.
Mehr nicht? Schade eigentlich!
Meine Frage war nämlich, inwiefern der Wasserfall geschädigt wird, wenn einige hundert Meter weiter auf dem Berg Windräder errichtet werden.


Diese Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, darum wende Dich doch an die Stellen, die das behauptet haben :mrgreen:
Für mich ist diese Diskussion abgeschlossen.
Achja, hier noch ein Bild, denn das Bild welches Du gepostet hattest, zeigt den Endzustand :wink:
Bild


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BeitragVerfasst: Fr 31.Mai 2019 11:19 
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Übrigens: Am 24. Mai haben die Schüler wieder demonstriert.

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Die Demo begann im Übrigen um 13:00 Uhr.


Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass sich der Unterrichtsausfall um diese Zeit in engen Grenzen hält


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Fr 31.Mai 2019 12:07 
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Weil ein Lehrer das Foto geschossen hat?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Fr 31.Mai 2019 13:12 
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Auch nach 13 Uhr könnten sie z.B. Mathematik üben anstatt auf der Straße andere Leute zu belästigen und sich dann zu beschweren, daß die Matheaufgaben zu schwer waren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Fr 31.Mai 2019 14:19 
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Der gestrige Himmelfahrtstag stand ganz im Zeichen des Spatzierens. Was liegt dann näher, als das interessante Gebiet als Ziel auszusuchen? Die Wasserfälle waren nicht so gut ausgeschildert, so dass ich, von Langengrobsdorf kommend, die Einfahrt anfangs verfehlte. Schließlich habe ich sie doch gefunden.
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Ganz sicher sind diese Wassefälle ein lohnendes Wanderziel.
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Der Langengrobsdorfer Bach plätschert hier über eine Platte des hier anliegenden Buntsandsteines.
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Wenige Meter weiter oben gibt es noch einen kleineren Wasserfall.
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An Wanderfreunde wurde gedacht - es gibt eine lukrative Möglichkeit zur Einkehr.
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Mit Plastikmüllbecher
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Bewegt man sich dort weiter, so kommt man über Wege, die zum Teil auch von schweren Fahrzeugen befahren werden, mutmaßlich zum Zwecke des Holzeinschlages.
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Man erreicht das Flächennaturdenkmal "Orchideenwiese".
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Ich bin nicht alleine dort und kann wunderschöne Orchideen bewundern.
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Pfiffikus,
der nicht bereut, diese Gegend als Ziel ausgewählt zu haben


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Sa 01.Jun 2019 15:04 
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Eine sehr schöne Runde @pfiffikus, und sehr gute Zielwahl. Ich hoffe du hattest bei der Hitze genügend Gerstensaft dabei. Es stimmt, die Ausschilderung in dieser und angrenzender Wandergegend ist nicht lückenfrei vorhanden. Aber das muß ja nicht schlecht sein, so findet man neue geheime Plätze.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gera und der Klimaschutz
BeitragVerfasst: Mo 03.Jun 2019 22:24 
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Lea hat geschrieben:
Eine sehr schöne Runde @pfiffikus,
Klar, die Runde war mit Bedacht gewählt.
Selbstverständlich pflege ich nicht, mir die Argumente einer Seite zu Eigen zu machen und mich dann vereinnahmen zu lassen. Aus diesem Grunde wollte ich das Corpus Delicti einmal selbst in Augenschein nehmen, um mir sachlich eine Meinung bilden zu können.


Schon wenn man auf der Orchideenwiese steht, ahnt man schon, wie es um den umliegenden Fichtenforst steht.
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Näher heran getreten:
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Wie bereits vorher schon spekuliert - in diesem Forst befinden sich inzwischen größere Lichtungen. Es war für mich nicht erkennbar, ob diese durch Sturmschäden, durch den Borkenkäfer oder schlicht durch eine fleißige Motorsäge entstanden sind.
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Weiter oben finden wir diese Lichtung:
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Ja und wir können uns einmal ansehen, wie es mit diesen Lichtungen weiter gehen soll. Es wird aufgeforstet.
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Deutlich ist zu sehen, dass die Aufforstung von Insektenfreunden durchgeführt wird. Die wollen ernsthaft, dass die Borkenkäfer auch in 50 Jahren noch genügend Nistmöglichkeiten vorfinden.

Praktisch würde ich diesen Platz für gut finden, wenn genau an dieser Stelle eine Windkraftanlage errichtet würde. Eine Beeinflussung oder gar Beeinträchtigung der nahe gelegenen Orchideenwiese oder der Wasserfälle, die etwas weiter weg liegen, kann ich mir bisher durch kein Szenario vorstellen. Andererseits wäre der Eingriff in das derzeitige Forsthabitat nur minimal.



Das Gebiet besitzt eine angemessene Wegeinfrastruktur. Die Wege wurden bereits vom Schwerlastverkehr erprobt, so dass der Antransport der Baumaschinen und der Teile für die Windräder kein Problem darstellt.
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Ein paar Impressionen aus diesem schützenswerten Wald habe ich Euch noch mitgebracht.
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Pfiffikus,
der die Tour dann in Richtung Markersdorf fortgesetzt hat


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